Der Zukunft entgegen!

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Neuigkeiten: Fresh, Hannes, Gunde und Teo sind auf Reisen!

Sonntag, 17. Januar 2010

Ein richtungsweisender Tag

16. Januar 1458

Das neue Jahr begann recht trostlos für Hannes. Er hatte schweres Fieber und einen schrecklichen Husten gehabt. Die Entwicklungen in Ingolstadt hatten ihn manchmal an den Rand der Verzweiflung getrieben. Fast wäre er in seinem Zustand in die eisige Nacht geritten. Ob er Regensburg mit dem Fieber und gegen den Schneesturm je erreicht hätte? Glücklicherweise erreichte ihn noch ein Brief, der ihn dazu bewog zu bleiben. In seinen fiebrigsten Stunden schrieb er aber auch Amaalia Briefe. Im Nachhinein tat es ihm sehr Leid. Vieles hatte sie missverstanden, vieles hatte er ihrerseits missverstanden, vieles war auch einfach unglücklich formuliert.

Nach seiner schweren Grippe vergingen dann recht glückliche Tage in Ingolstadt. Viele Leute kannte er mittlerweile hier, viele Reisende erzählten Geschichten aus dem Reich. Alle zwei Tage zeigte er Cora wie das Pokerspiel richtig funktioniert... er war kurzweilig einfach glücklich. Dann traf Amaalia schließlich in Ingolstadt ein. Guter Dinge ging Hannes ins Wirtshaus, hoffend es möge ein Abschied im Guten werden, allerdings hatte er die Situation völlig falsch eingeschätzt. So setzten sie sich kurze Zeit später zusammen in die Feuersbrunst und unterhielten sich unter vier Augen. Hannes hatte ihr mit der Post bereits alles Glück für ihr neues Leben in Buchen gewünscht und hoffte, dass sie weiterhin regen, freundschaftlichen Kontakt pflegen könnten, allerdings hatte er in den Briefen auch ihre schöne Vergangenheit erwähnt. Das Resultat war, dass sie nie wieder einen Brief von ihm bekommen wollte. Letztlich hatte sie Recht gehabt...und dieser Bitte wird Hannes nachkommen.

Aber nie wieder? Nein..von sich aus würde er ihr nie wieder schreiben. Sie waren beide..immer aufrichtig und ehrlich zueinander gewesen...was den Schmerz einer Trennung zwar nicht minderte, aber vielleicht doch die kleine Chance offen ließ irgendwann in ferner Zukunft Freunde zu bleiben. Inständig hoffte er, dass die Zeit die Wunden heilen möge und sie ihm irgendwann berichtet, ob es ihr gut geht in Buchen.

Danach sahen sie sich nicht mehr... Traurig schlenderte Hannes durch Ingolstadt und dachte nach. "Vielleicht nie wieder".. Als er an der Goldgrube vorbeistapfte, meinte er sie noch gehört zu haben, aber er entschied nicht mehr reinzugehen. Er tat ihr nur weh, machte ihr Leben kaputt. Hannes war dumm gewesen zu glauben, dass sie nach so kurzer Zeit wieder normalen Kontakt zueinander pflegen könnten. So ging er weiter in die blaue Donau und setzte sich nachdenklich, still in die Runde.

Dass der Abschied kein Fest werden würde, war nun keine Überraschung. Er grübelte...es war am Ende ein entschiedener Abschied...ein Abschied, der einen klaren Strich zog und die Vergangenheit nun endgültig auslöschte. Auslöschte? Nein, nicht auslöschte, aber die Vergangenheit, Vergangenheit sein ließ und sie nicht mehr an die Oberfläche ließ. Als die Anwesenden zu Bett gegangen waren, legte er sich, wie so oft, vor den Kamin und schlief murmelnd ein: "Alles, alles gute Amaa... du wirst einen neuen Weg finden, da bin ich mir sicher."

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