16. Dezember, 1457
Gedankenverloren, wie so oft in diesen Tagen, saß Hannes vor dem wärmenden Kamin. Heute hatte er eins der schwierigsten Gespräche seines Lebens geführt.
Ein Kälteschauer durchfuhr ihn, als er an ihre Worte dachte
"Leb wohl, Hannes und finde dein Glück".
"Leb wohl" murmelte er immer wieder in sich hinein, bis eine Träne in den dicken Pelz perlte und darin verschwand. Er wollte und musste sie loslassen, aber "Leb wohl"? Das hatte ihn schwer getroffen. Würde er sie je wiedersehen? Auch wenn niemand mehr da war, wischte er sich die nächste Träne schnell aus dem Gesicht. Er hatte nicht das Recht zu trauern.
Er wollte es ja so!
Es war auch vernünftig, es muss Zeit ins Land fließen, egal in welcher Hinscht, dachte er. Aber Gefühle entbehrten jeglicher Logik, jeglicher Vernunft, sie sind nicht planbar, nicht fassbar. Es fiel ihm schwer sie so zu sehen, sie so gehen zu lassen, aber er konnte sie nicht aufhalten, selbst wenn er wollte.
Bittersüß lächelnd kam ihm ein Ausspruch eines alten Freundes in den Sinn...
Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße.
(Franz Kafka)
Damals musste er lachen, heute begreift er die ganze Tiefe dieses Satzes. Eine Weile lag er so da...lächelte den Flammen entgegen, ja spielte mit ihnen, spielte mit dem Gedanken sich hineinzustürtzen in die unendliche Wärme, die Unendlichkeit an sich. Es war nur ein Gedankenspiel, auf welches wieder viele Tränen folgten. Er fragte sich was er nur getan hatte. Wie all das geschehen konnte. Letztlich gelangte er immer wieder nach Ingolstadt. Diese Stadt... sie hatte sie einst auseinander gebracht und nun.. vielleicht endgültig. Es war töricht es auf Ingolstadt zu reduzieren, die Probleme lagen tiefer, viel tiefer. Aber die Zeit war nicht zurück zu drehen, seine Gefühle wurzelten nicht mehr in seiner geliebten Heimat, so schien es ihm heute Abend.
Hannes schoss Gedanke für Gedanke durch den Kopf.
Das Wirtshaus der verrückten Weibsbilder in Memmingen kam ihm in den Sinn, das erste Zusammentreffen, Raborstel, der all ihre unreifen Fragen beantwortete, Conan, der immer einen provozierenden Kommentar in Bezug auf sie parat hatte, jedesmal schwiegen sie betreten. Die lange und aufregende Reise, die Bekanntschaft mit Bilbo(p) damals in München.. das Chaos als Amaalia alleine durch die Steiermark reisen musste, der Abend in Landshut, der Sturm Regensburgs, dem sie nur knapp mit Gerri entkommen waren, das fröhliche Wiedersehen in München, nachdem Hannes einfach zurückgelassen wurde, die Loslösung von der Reisegruppe und der Anfang eines neuen Lebens in Regensburg, ihre Erlebnisse mit Egidius und schließlich die Kette die er von Amaalia bekommen hatte.
Hannes griff nach seiner Tasche und überprüfte ob die Kette noch da war. Beruhigt stellte er fast, dass sie an Ort und Stelle war. Seit Ingolstadt hatte er sie abgelegt, er hatte sie nicht mehr verdient..nein er hatte sie nie verdient! Er muste sie zurückgeben. Traurig hielt er Amaalias Kette in der Hand, die er ihr seinerseits geschenkt hatte...zumindest diese Kette würde er sein Leben lang behalten! Amaalias Kette musste er ihr zurückgeben... er beschloss aber es erst nach ihrer Rückkehr zu tun. Momentan schien ihm egal was er tun würde, es würde sie nur mehr verletzen..
Gedankenverloren, wie so oft in diesen Tagen, saß Hannes vor dem wärmenden Kamin. Heute hatte er eins der schwierigsten Gespräche seines Lebens geführt.
Ein Kälteschauer durchfuhr ihn, als er an ihre Worte dachte
"Leb wohl, Hannes und finde dein Glück".
"Leb wohl" murmelte er immer wieder in sich hinein, bis eine Träne in den dicken Pelz perlte und darin verschwand. Er wollte und musste sie loslassen, aber "Leb wohl"? Das hatte ihn schwer getroffen. Würde er sie je wiedersehen? Auch wenn niemand mehr da war, wischte er sich die nächste Träne schnell aus dem Gesicht. Er hatte nicht das Recht zu trauern.
Er wollte es ja so!
Es war auch vernünftig, es muss Zeit ins Land fließen, egal in welcher Hinscht, dachte er. Aber Gefühle entbehrten jeglicher Logik, jeglicher Vernunft, sie sind nicht planbar, nicht fassbar. Es fiel ihm schwer sie so zu sehen, sie so gehen zu lassen, aber er konnte sie nicht aufhalten, selbst wenn er wollte.
Bittersüß lächelnd kam ihm ein Ausspruch eines alten Freundes in den Sinn...
Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße.
(Franz Kafka)
Damals musste er lachen, heute begreift er die ganze Tiefe dieses Satzes. Eine Weile lag er so da...lächelte den Flammen entgegen, ja spielte mit ihnen, spielte mit dem Gedanken sich hineinzustürtzen in die unendliche Wärme, die Unendlichkeit an sich. Es war nur ein Gedankenspiel, auf welches wieder viele Tränen folgten. Er fragte sich was er nur getan hatte. Wie all das geschehen konnte. Letztlich gelangte er immer wieder nach Ingolstadt. Diese Stadt... sie hatte sie einst auseinander gebracht und nun.. vielleicht endgültig. Es war töricht es auf Ingolstadt zu reduzieren, die Probleme lagen tiefer, viel tiefer. Aber die Zeit war nicht zurück zu drehen, seine Gefühle wurzelten nicht mehr in seiner geliebten Heimat, so schien es ihm heute Abend.
Hannes schoss Gedanke für Gedanke durch den Kopf.
Das Wirtshaus der verrückten Weibsbilder in Memmingen kam ihm in den Sinn, das erste Zusammentreffen, Raborstel, der all ihre unreifen Fragen beantwortete, Conan, der immer einen provozierenden Kommentar in Bezug auf sie parat hatte, jedesmal schwiegen sie betreten. Die lange und aufregende Reise, die Bekanntschaft mit Bilbo(p) damals in München.. das Chaos als Amaalia alleine durch die Steiermark reisen musste, der Abend in Landshut, der Sturm Regensburgs, dem sie nur knapp mit Gerri entkommen waren, das fröhliche Wiedersehen in München, nachdem Hannes einfach zurückgelassen wurde, die Loslösung von der Reisegruppe und der Anfang eines neuen Lebens in Regensburg, ihre Erlebnisse mit Egidius und schließlich die Kette die er von Amaalia bekommen hatte.
Hannes griff nach seiner Tasche und überprüfte ob die Kette noch da war. Beruhigt stellte er fast, dass sie an Ort und Stelle war. Seit Ingolstadt hatte er sie abgelegt, er hatte sie nicht mehr verdient..nein er hatte sie nie verdient! Er muste sie zurückgeben. Traurig hielt er Amaalias Kette in der Hand, die er ihr seinerseits geschenkt hatte...zumindest diese Kette würde er sein Leben lang behalten! Amaalias Kette musste er ihr zurückgeben... er beschloss aber es erst nach ihrer Rückkehr zu tun. Momentan schien ihm egal was er tun würde, es würde sie nur mehr verletzen..
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen