Der Zukunft entgegen!

Liebe Rk-Freunde,

ich habe diesen Blog eingerichtet, weil ich viel auf Reisen bin und den Kontakt zu euch halten will. Ich würde mich über rege Beteiligung von allen freuen! Scheut euch nicht einen Bericht über den status quo bei euch zu schreiben. Bei Problemen mit der Registrierung einfach eine Pm an mich schreiben.
Ich freue mich über jedes Lebenszeichen aus welcher Ecke des Reiches auch immer.

Neuigkeiten: Fresh, Hannes, Gunde und Teo sind auf Reisen!

Sonntag, 20. Dezember 2009

Schmerzvoller Abschied

16. Dezember, 1457

Gedankenverloren, wie so oft in diesen Tagen, saß Hannes vor dem wärmenden Kamin. Heute hatte er eins der schwierigsten Gespräche seines Lebens geführt.
Ein Kälteschauer durchfuhr ihn, als er an ihre Worte dachte

"Leb wohl, Hannes und finde dein Glück".

"Leb wohl" murmelte er immer wieder in sich hinein, bis eine Träne in den dicken Pelz perlte und darin verschwand. Er wollte und musste sie loslassen, aber "Leb wohl"? Das hatte ihn schwer getroffen. Würde er sie je wiedersehen? Auch wenn niemand mehr da war, wischte er sich die nächste Träne schnell aus dem Gesicht. Er hatte nicht das Recht zu trauern.

Er wollte es ja so!

Es war auch vernünftig, es muss Zeit ins Land fließen, egal in welcher Hinscht, dachte er. Aber Gefühle entbehrten jeglicher Logik, jeglicher Vernunft, sie sind nicht planbar, nicht fassbar. Es fiel ihm schwer sie so zu sehen, sie so gehen zu lassen, aber er konnte sie nicht aufhalten, selbst wenn er wollte.

Bittersüß lächelnd kam ihm ein Ausspruch eines alten Freundes in den Sinn...
Die Liebe ist so unproblematisch wie ein Fahrzeug. Problematisch sind nur die Lenker, die Fahrgäste und die Straße.
(Franz Kafka)

Damals musste er lachen, heute begreift er die ganze Tiefe dieses Satzes. Eine Weile lag er so da...lächelte den Flammen entgegen, ja spielte mit ihnen, spielte mit dem Gedanken sich hineinzustürtzen in die unendliche Wärme, die Unendlichkeit an sich. Es war nur ein Gedankenspiel, auf welches wieder viele Tränen folgten. Er fragte sich was er nur getan hatte. Wie all das geschehen konnte. Letztlich gelangte er immer wieder nach Ingolstadt. Diese Stadt... sie hatte sie einst auseinander gebracht und nun.. vielleicht endgültig. Es war töricht es auf Ingolstadt zu reduzieren, die Probleme lagen tiefer, viel tiefer. Aber die Zeit war nicht zurück zu drehen, seine Gefühle wurzelten nicht mehr in seiner geliebten Heimat, so schien es ihm heute Abend.

Hannes schoss Gedanke für Gedanke durch den Kopf.

Das Wirtshaus der verrückten Weibsbilder in Memmingen kam ihm in den Sinn, das erste Zusammentreffen, Raborstel, der all ihre unreifen Fragen beantwortete, Conan, der immer einen provozierenden Kommentar in Bezug auf sie parat hatte, jedesmal schwiegen sie betreten. Die lange und aufregende Reise, die Bekanntschaft mit Bilbo(p) damals in München.. das Chaos als Amaalia alleine durch die Steiermark reisen musste, der Abend in Landshut, der Sturm Regensburgs, dem sie nur knapp mit Gerri entkommen waren, das fröhliche Wiedersehen in München, nachdem Hannes einfach zurückgelassen wurde, die Loslösung von der Reisegruppe und der Anfang eines neuen Lebens in Regensburg, ihre Erlebnisse mit Egidius und schließlich die Kette die er von Amaalia bekommen hatte.

Hannes griff nach seiner Tasche und überprüfte ob die Kette noch da war. Beruhigt stellte er fast, dass sie an Ort und Stelle war. Seit Ingolstadt hatte er sie abgelegt, er hatte sie nicht mehr verdient..nein er hatte sie nie verdient! Er muste sie zurückgeben. Traurig hielt er Amaalias Kette in der Hand, die er ihr seinerseits geschenkt hatte...zumindest diese Kette würde er sein Leben lang behalten! Amaalias Kette musste er ihr zurückgeben... er beschloss aber es erst nach ihrer Rückkehr zu tun. Momentan schien ihm egal was er tun würde, es würde sie nur mehr verletzen..

Zögerliche Ankunft in Regensburg

15. Dezember, 1457

Zwei lange Reisemonate waren es gewesen, die Hannes hinter sich gebracht hatte. Er war im Norden gewesen...bis Buchen war er vorgedrungen bis ihn die Sehnsucht nach seiner Heimat und allem was dazugehörte zurück getrieben hatte. Eigentlich war er schon fast zu Hause gewesen, bis ein junger Freund aus München seine Hilfe brauchte... so wartete er in Ingolstadt auf Siniefa und Heldra.
Bei sich fragte er sich im Stillen, ob sonst vielleicht alles anders gekommen wäre.

"Hätte, wenn und aber!" murmelte er ärgerlich auf Nicole sitzend.

In dem Moment erhob sich das in weiß gehüllte Regensburg in all seiner Pracht vor ihm in der winterlichen Morgensonne. Auf dem kleinen Hügel hielt er inne um den Anblick zu genießen. Sein Blick schweifte über die Stadt hinweg, ein paar Kamine dampften, auf der anderen Seite der Stadt war der See zu erahnen. Wie ruhig seine Heimat doch vor ihm lag. Für einen kurzen Moment wurde ihm warm ums Herz, wie hatte er all das vermisst! Als Nicole unruhig wurde und schnell in die Stadt wollte, stieg Hannes aber ab und stapfte durch den tiefen Schnee, setzte einen Schritt vor den anderen.

War das noch seine Heimat? Was würde ihn erwarten? War sie überhaupt noch hier? Was sollte er nur sagen? ..wenn sie überhaupt mit ihm redet?

Plötzlich war das schöne Gefühl des "Zu-hause-seins" verflogen. Unsicherheit, Angst machte sich in ihm breit und schnürte ihm die Kehle zu. Schließlich hielt er an und setze sich resignierend an einen Baum gelehnt in den tiefen Schnee. Kälte umgab Hannes...in mehrerlei Hinsicht. Lediglich eins wußte er nun mit trauriger Sicherheit. Es würde nie wieder so werden wie es einmal war. Schweren Schrittes ging er langsam der Stadt entgegen. Nie hatte er sich so viel Zeit gelassen nach Hause zu kommen, früher war er immer schnurstracks hineingaloppiert...

Sonntag, 13. Dezember 2009

Freising - Alte Freunde, aber doch in Gedanken...

Hannes war mit Heldra, Siniefa und auch Aerico nun endlich in Freising angekommen. Hannes hatte gute Erinnerungen an Freising - saß er hier doch damals mit DGA und Calexi und hat die Nacht durch über Religion diskutiert. Nie würde er diesen Abend vergessen! Genauso wenig wird er den Abend mit Amaa und Amakudar vergessen.

Heute traf er Amakudar, LadySapphir, Sheha, Niwu und viele andere wieder. Es war ein geselliger Tag und Freising lebte, was Hannes aufrichtig freute. Einzig Ojahh fehlte ein wenig in der Runde, aber der ist nun mal auf Hanse- und Schiffsreise. Es wurde viel getrunken, viel gelacht, aber Hannes hatte einen schwierigen Brief zu verschicken, welchen er in aller Ruhe im Nebenzimmer schrieb.

Der Brief riss Hannes völlig aus seiner Traumwelt, aus seiner Reisewelt. Oft war er in seinen Gedanken und Träumen schon in England oder Frankreich, auf langen Handelsreisen gewesen. Dann wieder Ingolstadt... Bald würde er in Regensburg sein! Was sollte er nur sagen? Was sollte er nur tun? Das alles kurz vor Weihnachten! Er wollte nicht davon laufen, aber manchmal schoss ihm der Gedanke durch den Kopf einfach wieder umzukehren und weit weit weg zu reisen. Nein, das konnte er nicht machen, allein schon wegen Aerico und Amaalia und...

Spät war es geworden, die Wirtshäuser leerten sich bis Hannes schließlich alleine dort saß und in das noch leicht glimmernde Feuer blickte. Seine Gedanken wanderten hin und her... von Regensburg..nach Ingolstadt...in die Wälder... bis er sich wieder in Freising vor dem Kamin einfand.
Viel hatten sie erlebt, im tiefen Wald..in Memmingen, in Augsburg, in der Steiermark,.. sie trafen auf Bilbop, Gunde, Teo, Egidius und so viele andere. So viel hatten sie überstanden! Es schmerzte Hannes, was er heute verschickt hatte, aber er wollte seinem Herzen folgen, aufrichtig sein und zumindest das war er! Er fühlte sich elend bei dem Gedanken an ihr Häuschen, an Cleo, an all das. "Meinem Herzen folgen" brummte er.. wenn das mal wüßte wohin es will. Wieder war er in Ingolstadt in der Goldgrube... Langsam nickte er vor dem Kamin ein.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

München - ruhig wie immer

Schließlich war Hannes in München anegkommen. Von seinem Freund Aerico war nichts zu sehen, aber es war auch schon recht spät. Verträumt und völlig in Gedanken trottete er durch die verschneiten Straßen Münchens an diversen alt bekannten Tavernen vorbei, in denen aber auch kein Licht mehr brannte. Rein gegangen wäre er wohl eh nicht, trotzdem wirkte München auf ihn wie eine Geisterstadt. Das Rathaus hatte leider auch keine Axt mehr für Hannes, also müsste er wohl oder übel in die Bergwerke. Lange war er dort nicht mehr...
Das Buch der Stadt war eigentich nur von einer Person geprägt, so dass es ihm schnell langweilig wurde.. so setzte er sich in eine eher unbekannte Taverne und machte es sich gemütlich, morgen war schließlich ein neuer Tag.. er dachte an Ingolstadt und wünschte er könnte nun dort noch in geselliger Runde zusammen sitzen.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Im Ratskeller zur blauen Donau

Einen Blick aus dem Fenster verriet Hannes, dass es draußen schneite. Er mochte den Winter, die Stille wenn die dicken Flocken den Himmel herab rieselten. Er wandte sich vom Fenster ab und setzte sich neben Fresh und Peter auf den Bärenpelz vor dem Kamin. Sie alle hatten Sehnsucht... aber Hannes fühlte sich wohl hier, fern ab von allen Problemen. Der Winter war eingebrochen, im Herbst hatte er noch große Mengen Holz für den Winter gekauft, es wurde Zeit, dass er nach Regensburg zurück kommen würde, aber zunächst musste er seinen Freund Aerico abholen.

Alles in allem genoss er die Zeit in Ingolstadt, vor allem Freshlime war eine so gute Zuhörerin, dass er nur schweren Herzens abreisen würde. Aber ein paar Tage blieben Hannes noch. Anfangs hatte Hannes Ingolstadt alles andere als gemocht, da die Lizenzerhebungen mehr als händlerfeindlich sind, aber die Einwohner an sich waren sehr nette Menschen.

Samstag, 5. Dezember 2009

Eine lange, aber doch ereignislose Reise kurz vor dem Ende

Lange war Hannes mal wieder unterwegs gewesen. Eigentlich sollte es nur ein kurzer Abstecher nach Buchen und zurück werden. Aber nun das Resumee meiner Reise:

Wie das Leben es wollte kam alles anders. Schon nach dem ersten Reisetag hat Hannes einen riesen Fehler begangen. Er hat Amaalia den Rücken zugekehrt und sie nach Regensburg zurückgeschickt. Nun saß er zunächst allein an seiner ersten Station - Ingosltadt.
Nach und nach kamen seine Reisegefährten, Ojahh und Knechtmeister. Nach mehreren Missverständnissen erreichten sie nach ein, zwei Wochen das schöne Buchen. Ein nettes Völkchen dort. Nach einigen Tagen traf Hannes auf Caedmon123 und Mylons, gute Freunde aus der Handelsgilde, mit welchen er die Rückreise dann wieder anrat. Alles in allem konnte Hannes ganz gute Geschäfte tätigen, vor allem in Württemberg, aber Amaalia fehlte einfach an allen Ecken und Enden.

Nun sitzt Hannes in Ingolstadt, garnicht weit entfernt von Regensburg. Einerseits genießt er die Gesellschaft von Freshlime, Morius und vielen anderen, fühlt sich einfach wohl wieder in Bayern zu sein, anderseits zieht es Hannes nach Regensburg, aber vor Weihnachten muss er noch einen jungen Freund heim holen - Aerico. Wenn das erledigt ist, hofft Hannes auf ein frohes und ruhiges Weihnachtsfest in Regensburg.

Sonntag, 1. November 2009

Heilbronn - Ruhig aber amüsant

Nach mehreren harten Reisetagen haben Ojahh, Knechtmeister und Hannes nun schließlich Heilbronn erreicht. Nichts böses ahnend und noch im Halbschlaf fand Hannes links stehendes Wirtshaus. (Ich mein... ich glaub da haben sich zwei Leute um ein paar Jahrhunderte vertan. Bin mal gespannt, obs beim nächsten Besuch vielleicht noch ne Tanke gibt wo ich mir vorher noch n BigPack und ne Coke holen kann.)

Nunja.., völlig verwirrt hat Hannes einfach das nächstbeste Wirtshaus aufgesucht. Ruhig.. sehr ruhig, überhaupt scheint Württemberg sehr schläfrig zu sein, mal abgesehen von der Hauptstadt Stuttgart.
Bald haben wir unser erste "Zwischenetappe" erreicht. Wie, wann und vor allem wohins dann geht, steht noch völlig offen. Langsam will Hannes schon wieder zurück nach Bayern, zurück nach Regensburg, zurück zu.. Amaalia. Hin- und hergerissen sitzt Hannes meist gedankenverloren im Wirtshaus.